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Dienstag, 23. Dezember 2008

Friedensnobelpreisträger empfahl USA Atomwaffeneinsatz

Bisher erschüttern die Berichte vor allem Japan. Aber die Wellen des publizistischen Erdbebens dürften bald auch Peking, Moskau und Westeuropa erreichen. Japan hat den USA Atombombeneinsatz gegen China empfohlen.

Aufmacher der meisten japanischen Zeitungen am Montagmorgen waren Enthüllungen aus den Archiven des japanischen Außenministeriums. Demnach hatte der japanische Premierminister Sato bei einem Washington-Besuch im Januar 1965 dem damaligen US-Verteidigungsminister McNamara naheglegt, im Notfall gegen China einen Atomschlag von US-Marineschiffen aus zu führen.

Außerdem hatte Sato -den veröffentlichten Dokumenten nach zu urteilen- McNamara ausserdem empfohlen, amerikanische Atomwaffen notfalls auch nach Japan zu schaffen, auch wenn das der japanischen Regierungspolitik widerspreche.



Friedensnobelpreis für konsequente Anti-Atompolitik - vor den Kulissen
Interessanterweise hatte eben dieser Premierminister Eisaku Sato 1974 den Friedensnobelpreis dafür bekommen, dass er die Deklaration über die drei Anti-Atom-Prinzipien Japans formuliert hatte: Japan werde Atomwaffen nie produzieren, nie importieren und nie besitzen.

Der japanische Regierungssprecher Takeo Tawamura versicherte heute in einer Stellungnahme, die Bitte Satos habe seinerzeit eigentlich nur "unterstreichen sollen, dass das amerikanische Atompotential die Gefahr eines Atomangriffes auf Japan aufhalte." Es seien auch nie US-Atomwaffen nach Japan geschafft worden, da die USA nie darum gebeten hätten.

Die Veröffentlichung der Dokumente dürfte trotzdem der Glaubwürdigkeit der japanischen wie der amerikanischen Diplomatie nicht besonders zuträglich sein - weder in China, noch in Indien oder Russland.

Auch die Versicherung der USA, ihre geplanten Raketenabwehranlagen in Osteuropa seien keineswegs gegen Russland gerichtet, sondern gegen Nordkorea und den Iran, wird vor diesem Hintergrund nicht plausibler.

Quelle: aktuell.ru

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Autobauer: VW peilt in China Absatzrekord an


Bild: flickr.com/smgallery

Deutschlands größter Autokonzern Volkswagen wird dieses Jahr wohl erstmals mehr als eine Million Autos in China verkaufen. Daran würden auch die globale Wirtschaftskrise und das inzwischen spürbare Nachlassen des Wachstums auf de chinesischen Markt nichts ändern, sagt der China-Chef von Volkswagen, Winfried Vahland.

Bis Anfang Dezember habe der Autokonzern mit den Marken VW, Audi und Skoda bereits 931 000 Fahrzeuge verkauft. "Da muss schon viel passieren, wenn wir unser Ziel von einer Million verkauften Autos nicht mehr schaffen", fügte Vahland optimistisch hinzu.

Damit wird VW dieses Jahr in China um gut zehn Prozent mehr Autos verkaufen als 2007. Damals hatte der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr noch 20 Prozent betragen - solche Werte sind aber vorläufig nicht mehr zu erreichen.

Branchenbeobachter hatten nach der deutlichen Marktabkühlung in den vergangenen Monaten kaum noch damit gerechnet, dass der deutsche Anbieter seine Ziele schaffen wird. Nach Vahlands Worten wird VW jedoch auch den Gewinn verbessern. 2007 hatte der Konzern in China 910 000 Fahrzeuge verkauft und ein operatives Ergebnis von 294 Mio. Euro erzielt.

Vahland setzt neue Technologien, macht sich für die Einführung eines kleinen Elektro-Stadtautos stark. Noch sei dafür die Nachfrage zu klein, aber in einigen Jahren könne das die Lösung für Chinas rasant wachsende Metropolen sein. Die Kunden wollten bislang vor allem Limousinen kaufen, doch mit Blick auf den Verkehrsinfarkt in den Städten und die zunehmende Umweltbelastung müsse VW Alternativen entwickeln, sagt Vahland. "Ich könnte mir vorstellen, dass sich in China Elektroautos durchsetzen." VW plant, das neue Drei-Liter-Modell "Up!" nach dem Start in Europa auch in Asien auf den Markt zu bringen.


Quelle: Handelsblatt