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Dienstag, 23. Dezember 2008

Jung befürchtet Taliban-Offensive in Afghanistan

Franz Josef Jung (c) reuters

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung befürchtet im kommenden Jahr eine Verschärfung der militärischen Lage in Afghanistan.

"Es wird ein entscheidendes Jahr für Afghanistan und damit auch für den Einsatz der deutschen Soldaten dort", sagte Jung der "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe). Die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr stellten eine besondere Herausforderung dar. Jung wies zugleich die Einschätzung zurück, Bundeswehr und westliche Allianz führten einen Krieg in Afghanistan. Man dürfe nicht die Sprache der Taliban übernehmen. "Das sind keine Krieger, das sind Terroristen, Verbrecher, Mörder! Und: Im Krieg baut man keine Schulen, keine Krankenhäuser, keine Kindergärten, im Krieg bildet man nicht die Armee des Landes aus."



Die USA erwägen eine Verdopplung ihrer Truppen in Afghanistan bis zum Sommer. Derzeit haben die Vereinigten Staaten dort 31.000 Soldaten stationiert, die in Teilen unter Nato-Kommando stehen. Zur Nato-Truppe gehören 51.000 Soldaten, darunter auch rund 3500 von der Bundeswehr.

Quelle: reuters.de

Sonntag, 7. Dezember 2008

150 Lkw mit Truppennachschub zerstört



Bei einem beispiellosen Großangriff haben Taliban-Kämpfer in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar fast 150 Lastwagen und Container mit Nachschub für die internationalen Truppen in Afghanistan zerstört. Ein Wachmann sei getötet worden, als mehr als 300 Aufständische mit Panzerfäusten und Schnellfeuergewehren zwei Depots angegriffen hätten, sagte ein Polizeioffizier.

In den beiden Terminals am Rande Peshawars hätten die Rebellen 146 Lastwagen in Brand gesteckt, bis die Polizei sie vertrieben habe. Nach Angaben des Depot-Betreibers Imran Qureshi hatten die Lastwagen auch zwei Dutzend gepanzerte Geländefahrzeuge geladen, die zerstört worden seien.

Qureshi sagte, man werde das Geschäft beenden, weil die pakistanische Regierung nicht für Schutz sorgen könne. Nach Angriffen am Khyber-Pass auf Lastwagen mit Nachschub für die Truppen in Afghanistan müssen die Lkw in Peshawar über Nacht in den Depots parken. Die Route über Peshawar und den Khyber-Pass ist die wichtigste Nachschub-Verbindung für die Internationale Schutztruppe ISAF und die US-geführten Koalitionstruppen in Afghanistan.

Extremisten in der Region haben wiederholt damit gedroht, die Versorgungslinie zu durchtrennen, was den Einsatz der ausländischen Truppen gegen die Aufständischen in Afghanistan stark behindern würde. Bereits am vergangenen Montag hatten Islamisten zwei Lastwagenfahrer auf demselben Parkplatz bei Peschawar getötet und mindestens ein Dutzend Fahrzeuge mit Truppennachschub zerstört.

Quelle: krone.at