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Donnerstag, 22. Januar 2009

Eskalation bei nächtlichen Protesten in Island

Demonstranten zündeten vor dem Nationaltheater in Reykjavik ein Feuer an

Polizisten durch geworfene Steine und Ziegel verletzt - Regierungsgebäude beschädigt - Proteste gegen Regierung vor dem Parlament

In Island haben in der Nacht auf Donnerstag erneut mehrere Hundert Menschen gegen die Regierung von Ministerpräsident Geir H. Haarde und deren Verhalten in der Finanzkrise protestiert. Die Proteste konzentrierten sich um das Regierungsgebäude, wo laut Medienberichten mehrere Polizisten durch geworfene Steine und Ziegel verletzt wurden. Zwei der Beamten seien mit der Rettung abtransportiert worden, schrieb das Online-Portal visir.is. Davor hatte die Polizei erneut Tränengas und Schlagstöcke eingesetzt.

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Das Regierungsgebäude wurde mit roter Farbe angeschüttet und mit Steinen beworfen. Dabei gingen Fensterscheiben zu Bruch. Am Dienstag hatte die Polizei bei einer lautstarken Kundgebung vor dem Parlamentsgebäude, an der rund 2.000 Menschen teilnahmen, Tränengas eingesetzt. Tags darauf attackierten aufgebrachte Demonstranten das Auto von Ministerpräsident Haarde mit Eiern und Schneebällen. Die für Mittwoch (gestern) geplante Parlamentssitzung wurde im Zusammenhang mit den Vorfällen kurzfristig abgesagt.

Die neuerlichen Proteste in Island, die seit der Eröffnung der Sitzungsperiode des Parlaments am Dienstag anhalten, sind die umfangreichsten und folgenschwersten seit dem Gründungsbeitritt Islands zur NATO im Jahr 1949. Bereits im Herbst hatten wegen der Finanzkrise und ihrer massiven Auswirkungen auf Island regelmäßige Proteste stattgefunden.

Quelle: www.derstandard.at

Freitag, 19. Dezember 2008

Malmö: Unruhen nach Schließung eines muslimischen Gebetsraumes

Nach der Schließung eines muslimischen Gebetsraumes im schwedischen Malmö kam es zu schweren Ausschreitungen. Im Folgenden ein Video-Bericht von Fox News (auf Englisch).

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Athen kommt nicht zur Ruhe: Neuerliche Ausschreitungen

Nach einer zunächst friedlichen Demonstration kam es erneut zu Zusammenstößen im Zentrum der griechischen Hauptstadt. Rund 300 Vermummte warfen Molotow- Cocktails auf die Polizei. Andere versuchten, die Fensterscheiben von zwei Luxushotels zu zerschlagen, zündeten Autos an und warfen Steine und Farbbeutel. Die Beamten setzten massiv Tränengas ein.

Am Vorabend hatte ein Zwischenfall in der Athener Vorstadt Peristeri für neue Spannungen gesorgt. Ein 16-jähriger Schüler war von einer Kugel an der linken Hand getroffen und leicht verletzt worden. Vom Täter fehlte jede Spur.

Wie griechische Radiosender am Donnerstag unter Berufung auf "gut informierte Kreise" der Staatsanwaltschaft berichteten, ist der vor zwölf Tagen ums Leben gekommene 15-Jährige von einem Querschläger getroffen worden. Allerdings hatte der deswegen angeklagte Polizist in die Richtung des Jugendlichen geschossen und nicht, wie behauptet, in die Luft. Dies zeige die ballistische Untersuchung.

An der tödlichen Kugel sei Siliziumdioxid festgestellt worden entdeckt worden, berichtete der Athener TV-Sender Antenna. Dies deute darauf hin, dass die Kugel möglicherweise an einer kugelförmigen Straßendekoration, die es am Tatort gibt, abgelenkt worden sei, bevor sie in die Brust des 15-Jährigen eindrang. Diese Dekorationskugeln bestehen unter anderem aus diesem Material. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht. Wie es aus Justizkreisen hieß, werde das endgültige Ergebnis der Untersuchung erst nach dem Ende aller Ermittlungen vorliegen. Dies könnte Monate dauern, hieß es.